Igelfreundlicher Garten: 5 Tipps für die Gartengestaltung

Als Gartenbesitzer nutzen nicht nur Sie und Ihre Familie den Außenbereich. Ihre Pflanzen, Hecken und Bäume sind Unterschlupf und Zuhause von vielen Tieren und Insekten. Vögel nutzen die Bäume und Hecken, um zu nisten, die Blumen versorgen die Bienen mit Nahrung und auch Igel fühlen sich in Ihrem Garten wohl und nutzen manchmal die Gelegenheit, um in Ihrem Garten zu überwintern.

 

 

Wenn Sie Ihren Garten winterfit machen, schaffen Sie doch eine kleine Ecke für die stacheligen Mitbewohner, die leider immer weniger geschützte Plätze zum Überwintern finden. In diesem Beitrag finden Sie fünf Tipps für einen igelfreundlichen Garten!

Igel im Garten

Tipp 1: Den richtigen Platz für den Igel finden

Der Igel ist ein richtiger Faulpelz und verschläft den Winter. Dafür muss er einen geeigneten und geschützten Unterschlupf finden. Am liebsten überwintert der Igel in einer windgeschützten Ecke, beispielsweise unter einer Hecke oder Büschen. Der Igel begibt sich ab Ende Oktober auf die Suche nach einem geeigneten Unterschlupf. Rechen Sie das überschüssige Laub zusammen und legen Sie es zusammen mit ein paar Ästen unter eine Hecke. Der Igel wird diesen Unterschlupf dankbar annehmen und sich dort ein Winterdomizil einrichten.

 

 

Wenn Sie keinen Laub- und Asthaufen im Garten haben möchten, können Sie auch ein fertiges Igelhäuschen kaufen oder eine umgedrehte Obstkiste hinstellen, von der Sie einen Teil der Seitenwand entfernt haben. Geben Sie etwas Laub oder Stroh in diesen Unterschlupf und der Igel wird es sich gemütlich machen. Achten Sie darauf, dass das Häuschen nicht umfallen kann – am besten legen Sie dafür einen großen Stein oder einen ausrangierten Ziegel auf das Dach. 

Tipp 2: Wasserstellen für den Igel platzieren

Igel ernähren sich von Insekten, Spinnen, Schnecken und Würmer. Diese Nahrung finden sie reichlich im Garten, wenn Sie beispielsweise eine kleine, naturbelassene Blumenwiese in Ihrem Garten anlegen. Am besten befindet sich diese Blumenecke gleich neben dem Unterschlupf des Igels. Die Blumen bieten Nahrung für Bienen und Insekten und der Igel kann sich selbst mit Nahrung versorgen. Igel müssen natürlich auch ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, deshalb ist eine kleine Wasserstelle oder Tränke sehr nützlich für den Igel. Achten Sie darauf, dass diese Wasserstelle einfach erreichbar ist, einen flachen Ausstieg hat und der Igel dort nicht ertrinken kann. Geben Sie dem Igel keinesfalls Milch, denn diese verträgt er nicht! 

Igelfreundlicher Garten in der Nacht

Tipp 3: Einen Ein- und Ausgang zum Garten freilegen

Igel begeben sich am liebsten in der Dämmerung auf Nahrungssuche und haben einen großen Bewegungsradius. Achten Sie darauf, dass der Igel sich auch aus Ihrem Garten wieder rausbewegen kann, denn wenn er bei Ihnen zu wenig Nahrung für den Winterspeck findet, muss er sich woanders Nahrung suchen und seinen Bewegungsradius erweitern. Zäune und Mauern sind für den Igel nicht passierbar, deshalb sollten Sie einen Ein- und Ausgang schaffen, den der Igel für seine Entdeckungstouren nutzen kann.

 

 

Legen Sie auch einen Augenmerk darauf, dass der Igel in keine Grube oder einen Kellerschacht fallen kann, damit er sich nicht verletzt. 

Tipp 4: Naturnahe Gartengestaltung für einen igelfreundlichen Garten

Verzichten Sie in Ihrem Garten auf giftige Unkrautbekämpfungsmittel und schädliche Düngemittel. Der Igel und auch andere Tiere können die Giftstoffe durch die Nahrung aufnehmen und verenden. Die Natur und die Tiere danken es Ihnen, wenn Sie ihnen im Garten ein eigenes Plätzchen zugestehen, wo eine farbenfrohe Blumenwiese wachsen darf und heimische Pflanzen Nahrung für Insekten bieten. Der Igel profitiert dann wieder von einem großen Nahrungsangebot in Form von Insekten, Schnecken und Würmern und arbeitet als natürlicher Schädlingsbekämpfer in Ihrem Garten.

Igel mit Blumen

Tipp 5: Den Igel nicht füttern

Normalerweise finden Igel genug Nahrung in der Natur, um sich einen ausreichend großen Winterspeck anzufressen. Wenn Sie den Igel regelmäßig füttern, gewöhnt er sich an das Nahrungsangebot und verpasst seinen wichtigen Winterschlaf. Wenn Sie einen besonders kleinen oder verletzten Igel finden, wenden Sie sich am besten an den nächsten Tierarzt, der Sie berät und Ihnen weiterhilft. 

Wenn Sie diese Tipps für einen igelfreundlichen Garten beachten, wird bestimmt demnächst ein stacheliger Mitbewohner in Ihrem Garten ein Zuhause finden!

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